Die Rezensionen

Die ersten Rezensionen zu Mitchells Roman überschlagen sich vor Begeisterung. Wir haben einige Zitate zusammengestellt:

«Man muss kein Hellseher sein, um vorauszusagen, dass auch Jacob de Zoet bald zur Kinofigur wird. Ein Regisseur mit dem richtigen Gefühl für Pathos könnte daraus einen Klassiker wie Doktor Schiwago oder Vom Winde verweht entstehen lassen.» Focus Online

«Seine Bücher sind von jenem Zauber, den perfekte Sätze erwecken. Weil in diesem Jahr ein irrwitziger Roman und ein Hundert-Millionen-Dollar-Film herauskommen, wird David Mitchell nun ein Star werden. […] Und in welchem anderen Buch ist ein Schluss wie dieser zu lesen, wie diese letzten zwei Kapitel, die nicht weniger als die Jugend, das Alter, das Leben zu fassen kriegen?» Der Spiegel

«Die tausend Herbste des Jacob de Zoet ist ein garndioser, atemberaubender Bilderbogen von einem Autor auf dem Gipfel seiner Kunst. Wie schon in Der Wolkenatlas, gerade von Hollywood verfilmt, begeistert Mitchell als raffinierter und vor Fantasie überschäumender Erzähler, der alle seine Handlungsfäden straff in der Hand hält und lustvoll verknüpft. […] Daneben schafft er aber auch Figuren, die so verführen und berühren und eine so bedrängende Spannung, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen will. Die tausend Herbste des Jacob de Zoet ist Unterhaltung ­- und  Literatur – auf höchstem Niveau. Und eines der größten Lesevergnügen, das sich diesen Herbst auf dem Buchmarkt finden lässt.» Nürnberger Zeitung

«Dank seinem raffinierten Plot ist es ein rasand spannender Abenteuerroman;  wenn David Mitchell aber beschreibt, wie der Mikrokosmos Dejima funktioniert oder wie menschlicher Schwächen wegen auch die raffiniertesten Pläne fehlschlagen, dann erinnert er durchaus an den James Joyce des UlyssesTages-Anzeiger Zürich 

«Natürlich ist Die tausend Herbste des Jacob de Zoet  ein Ideenroman; er handelt von Furchtbarkeit und Faszination der Religion, er behandelt Glanz und Elend einer sich all für allemal zur Kugel rundenden Welt und das Glück und Unglück derer, die sich mit dieser Kugel drehen und wenden müssen. Viel mehr noch aber ist dieser Roman das Kunststück seiner Selbst: er ist originell, anschaulich, spektakulär und manchmal magisch – Der Name der Rose dreißig Jahre später vielleicht oder Mitchells nächste 100-Millionen-Dollar-Fantasie oder: ein Schmöcker für das komplizierte 21. Jahrhundert.» Die Welt

«Wie Mitchell hier die medizinischen Details beschreibt, wie er die Aussichtslosigkeit der Situation inszeniert und zugleich die Figuren dagegen ankämpfen lässt, sorgt dafür, dass man wie unter Hochdruck in den Roman hineingezogen wird. […] Die tausend Herbste des Jacob de Zoet ist reich an solchen spannungsgeladenen, außerordentlichen Begebenheiten, an derben und an feinen Pointen herrscht kein Mangel, die Figuren erzählen sich Dschungelpossen und grausige Märchen wie das vom singenden Schädel, in dem ein Mordopfer sich postum an seinem Mörder rächt.[…] In seiner Pracht steht Mitchells Roman den Exponaten im Amsterdamer Rijksmuseum in nichts nach. Indem der Autor alle Tricks und Kniffe des Erzählens beherrscht, lässt er den Leser durch die gut 700 Seiten hindurchgleiten wie ein Handelsschiff, das von günstigen Winden über die Weltmeere getrieben wird.» die tageszeitung

«Und noch auf ganz andere Weise rückt der begnadete Erzähler Sprache in den Vordergrund: in den poetischen Beschreibungen, die sich durch Dialoge, Handlungen und Gedanken winden und diese dauernd unterbrechen. Viele dieser Einschübe erinnern in ihrer Verknapptheit an Haikus: «Dampf steigt aus einer Wasserschüssel; das Rasiermesser blitzt im Sonnenlicht.» Als Gegenstück dazu gibt es lange, dichte Listen genauster Beobachtungen: «Möwen und Krähen zanken sich auf dem First des Gartenhauses. Im Garten sind die cremeweissen Rosen und roten Lilien schon am Verblühen. An der Landpforte wird Brot angeliefert. Auf wunderbare Weise gelingt es Mitchell so, uns das verschlossene Japan zu «übersetzen» und es gleichzeitig auf Distanz zu halten, indem er den Erzähler beschreibend von aussen auf die Dinge schauen lässt. Dadurch versetzt er uns in Jacobs Situation auf Dejima: Ganz nah an Japan und doch nicht Teil davon; bis zum Taumel umgeben von dessen Gerüchen und Geräuschen und doch auf Distanz gehalten.» NZZ am Sonntag

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Internationale Pressestimmen

«David Mitchell legt hier seinen bislang mitreißendsten Roman vor … Ein berührender Schluss unterstreicht seine Meisterschaft nicht nur in Sachen literarisches Feuerwerk, sondern auch in den leiseren Künsten der Einfühlung und des traditionellen Erzählens.» Michiko Kakutani,  The New York Times

«Das ist garantierte Unterhaltung, über die Maßen klug, gehaltvoll und lebendig.»     The Globe and Mail

«Spektakulär und atemberaubend, eine Erzählung von epischer Spannbreite. Sie ist großartig recherchiert, führt Ort und Zeit mit phantastischer Unmittelbarkeit vor Augen. Von gleicher Dichte sind die Figuren, alles ist erfüllt von einer warmen, anrührenden Menschlichkeit.» The Sunday Times

«Der nachhaltig interessanteste Schriftsteller seiner Generation geht zurück ins Japan der 1790er Jahre, als die Niederländische Ostindien-Kompanie Tokios einzige Ver-bindung zum Westen war.» Time Magazine

«Es ist ebenso schwer, diesen Roman beiseite zu legen, wie die unvergleichliche Raffinesse seiner literarischen Konstruktion, seine erhellenden Charakterzeichnungen und seine Einsichten in die Mechanik von historischem Konflikt und Wandel in ihrem ganzen Ausmaß zu erfassen. Vergleiche mit Tolstoi drängen sich auf. Zu Recht.» Kirkus Reviews