5 x 2 Freikarten für «Cloud Atlas» zu gewinnen

«Cloud Atlas» feierte am 5. November eine fulminante Europapremiere in Berlin . Hollywoood-Stars wie Halle Barry und Tom Hanks schwärmten von dem Epos und gaben am roten Teppich unzählige Autogramme.

Wir verlosen heute 5 x 2 Freikarten für die Verfilmung von David Mitchells «Der Wolkenatlas». Schicken Sie uns bis zum 15.11. eine E-mail an socialmedia@rowohlt.de mit der Antwort auf die folgende Frage:

Wie heißen die drei Regisseure des Films?

Wir drücken Ihnen die Daumen!

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«Cloud Atlas» – der Film

Am 15. November kommt die Verfilmung von David Mitchells Roman «Der Wolkenatlas» in die Kinos. Die Kino-Visionäre Tom Tykwer («Lola rennt», «Das Parfum») und Lana und Andy Wachowski («Matrix») konnten hierfür nicht nur Hollywood-Stars wie Tom Hanks, Halle Barry und Hugh Grant gewinnen, sondern auch den Autor selbst. David Mitchell hat einen Cameo im Film – zu sehen auch im Trailer. Finden Sie ihn?

CLOUD ATLAS Trailer 2 HD (German | Deutsch) from X Verleih on Vimeo.

David Mitchell auf dem Harbour Front Literaturfestival in Hamburg

David Mitchell kam am 13. September nach Hamburg, um auf dem Harbour Front Festival aus seinem neuen Buch «Die tausend Herbste des Jacob de Zoet» zu lesen. Wir waren natürlich auch da und haben es uns nicht nehmen lassen, dem sympathischen Engländer vor seiner Lesung ein paar Fragen zu stellen – und ihn drei Bücher signieren zu lassen, die wir hier verlost haben. Die Akustik des Videos lässt qualitativ leider  zu wünschen übrig, weshalb wir das Interview transkribiert und übersetzt haben.

Lesen Sie unten wie David Mitchell zu der Verfilmung seines Romans «Wolkenatlas» steht und wie es sich anfühlte, nicht nur als Autor der Buchvorlage, sondern auch als Schauspieler am Film mit zu wirken.

Rowohlt: Herr Mitchell, der Film von Lana Wachowski, Tom Tykwer und Larry Wachowski basiert auf Ihrem Buch «Wolkenatlas». Wie war es, am Skript des Films mitzuwirken und selbst als Schauspieler vor der Kamera zu stehen?

Mitchell: Der Film ist wunderbar geworden, ich bin wirklich glücklich darüber. Es ist wirklich eine wunderbare Sache. Einige Dinge im Film unterscheiden sich natürlich vom Buch, aber wir haben versucht, das immer auf eine logische Art und Weise geschehen zu lassen. Mich selbst in dem Film zu sehen, ist wie ein Traum, etwas seltsam, aber auch cool. Davon kann ich dann später meinen Enkelkindern erzählen: «Guckt mal, das bin ich.» (lacht)

Rowohlt: Da gab es doch diese Sache mit dem Telefon. In einem Artikel im aktuellen New Yorker zu der Verfilmung von «Wolkenatlas» ist von einem Telefon die Rede, das Sie in Ihrem Buch sehr detailliert beschreiben, das sich aber leider so in der «realen Welt» nur schwer umsetzen ließ.

Mitchell: Ja, richtig … Wenn ich schreibe, kümmere ich mich nicht großartig um die Realität. Ich kann einfach aus meinen Eindrücken und Gedanken heraus etwas beschreiben. Das ist wirklich toll. Ich muss nicht darauf achten, ob es tatsächlich in der Realität funktionieren würde. Aber beim Film kann man nicht einfach nur von der Vorstellungskraft leben, deswegen mussten wir einen Weg finden, von mir im Buch erschaffene Gegenstände filmtauglich zu machen. Dieses futuristische Telefon ist ein gutes Beispiel.

Rowohlt: Sie leben in einem kleinen Dorf in Irland – helfen Ihnen die Isolation und die Einsamkeit beim Schreiben?

Mitchell: Ich glaube, ich kann in jeder Umgebung ein Buch schreiben, hauptsache ich befinde mich nicht direkt mitten in einem Nachtclub. Aber etwas einsamer zu leben hilft mir schon. Ich bin ein Landjunge. Ich liebe es, die Haustür zu öffnen und einfach einen schönen Spaziergang zu machen, ohne vorher mit dem Auto in die Natur rausfahren zu müssen. Das beruhigt und entspannt mich.

Rowohlt: Was hoffen Sie, nehmen die Leser aus «Die tausend Herbste des Jacob de Zoet“»mit?

Mitchell: Ich wünsche mir, dass sie einfach eine gute Zeit haben. Es ist ein sehr langes Buch mit einer Menge Inhalt und sehr komplexen Charakteren. Ich wollte einfach eine andere Welt erschaffen, in die man von Zeit zu Zeit hineinschlüpfen kann. Ich hoffe meine Leser können diese andere Welt genießen und manchmal so darin versinken, dass sie die wahre Welt für einen Augenblick vergessen. Das wäre großartig.

Rowohlt: Ihr Buch beinhaltet sehr viele wunderschöne Sätze, an die man sich lange, nachdem man das Buch gelesen hat, erinnert. Erinnern Sie sich an einzelne Sätze aus Büchern anderer Autoren, die sie so schön fanden, dass sie Sie noch Jahre später nicht verlassen haben?

Mitchell: Ich erinnere mich nicht so sehr an bestimmte Sätze, mir bleiben eher ganz besondere Einzelheiten in Erinnerung. Dinge, die auch im wahren Leben passieren und die ich selber kenne und erlebt habe – und die mich deshalb an die Passage immer wieder erinnern. In einem Buch zum Beispiel bereitet eine Mutter das Abendessen vor und als sie dann ganz laut «Essen ist fertig!» ruft und auch nach fünfzehn Minuten noch keiner der Familie am Tisch ist, wird sie wirklich böse. Und so ist es bei uns zu Hause manchmal auch. (lacht) An solche kleinen Beobachtungen des Lebens erinnere ich immer gut, denn die geschehen auch mir in der Wirklichkeit.

Rowohlt: Lieber Herr Mitchell, vielen Dank für dieses Interview.

Die Entstehung des Hörbuchs – Teil 2

Nach Abschluss der Aufnahmen mit Doris Wolters in Freiburg ging es weiter Richtung Bayern. Das Tonstudio Schloss Seefeld liegt idyllisch eine halbe Autostunde westlich von München am Pilsensee. Johannes Steck betreibt mit seinem Geschäftspartner, dem Tontechniker Tom Klenner, in dem Schloss der Grafen von Toerring ein Tonstudio. Hier steht modernste Technik inmitten historischer Mauern. Steck genießt diese besondere Umgebung und lässt sich von ihr für seine Vortragskunst inspirieren. Die Voraussetzungen für die Aufnahmen mit ihm waren also bestens. Doch zunächst musste einige Vorarbeit geleistet werden: Tom Klenner lud die Audiodateien der Badener auf seinen Rechner. Ein wichtiger Arbeitsschritt, um später sicherzustellen, dass das gesamte Material in Bezug auf Lautstärke und Klang harmoniert.

Nach Ankunft von Regisseurin Corinna Zimber, hieß es dann, «Aufnahme läuft». Auch dieses Mal stand gleich am Anfang eine anspruchsvolle Szene: Eingangs Kapitel 2 wehrt sich Daniel Snitker, der amtierende Faktor von Dejima, lautstark gegen die Korruptionsvorwürfe seines Nachfolgers Unico Vorstenbosch. Sekretär Jacob de Zoet gerät zwischen die Fronten … Johannes Steck erzählt spannend und nuancenreich:

Hörprobe «Die tausend Herbste des Jacob de Zoet»

Natürlich war dies nur der Auftakt. Es folgten weitere Studiotage mit hochkonzentrierter Arbeit und dem einen oder anderen Kaffee. Danach widmete sich Tom Klenner dem Schnitt und fügte die Sprachaufnahmen aus Freiburg und Seefeld zusammen. Erst an diesem Punkt nahm die Produktion ihre endgültige Form an. Klenner montierte die Dateien mit der Stimme von Doris Wolters in die Lesung von Johannes Steck. Die Vorfreude auf das Ergebnis war bei uns im AUDIOBUCH Verlag groß. Und tatsächlich, das Master-Abhören entpuppte sich als ein besonderes Vergnügen. Seit ein paar Tagen wird das Hörbuch mit 6 CDs an den Buchhandel ausgeliefert: Nun mögen die Kunden selbst urteilen!

Johannes Steck bei der Arbeit

Johannes Steck bei der Arbeit

Tonstudio Schloss Seefeld

Tonstudio Schloss Seefeld

Die Rezensionen

Die ersten Rezensionen zu Mitchells Roman überschlagen sich vor Begeisterung. Wir haben einige Zitate zusammengestellt:

«Man muss kein Hellseher sein, um vorauszusagen, dass auch Jacob de Zoet bald zur Kinofigur wird. Ein Regisseur mit dem richtigen Gefühl für Pathos könnte daraus einen Klassiker wie Doktor Schiwago oder Vom Winde verweht entstehen lassen.» Focus Online

«Seine Bücher sind von jenem Zauber, den perfekte Sätze erwecken. Weil in diesem Jahr ein irrwitziger Roman und ein Hundert-Millionen-Dollar-Film herauskommen, wird David Mitchell nun ein Star werden. […] Und in welchem anderen Buch ist ein Schluss wie dieser zu lesen, wie diese letzten zwei Kapitel, die nicht weniger als die Jugend, das Alter, das Leben zu fassen kriegen?» Der Spiegel

«Die tausend Herbste des Jacob de Zoet ist ein garndioser, atemberaubender Bilderbogen von einem Autor auf dem Gipfel seiner Kunst. Wie schon in Der Wolkenatlas, gerade von Hollywood verfilmt, begeistert Mitchell als raffinierter und vor Fantasie überschäumender Erzähler, der alle seine Handlungsfäden straff in der Hand hält und lustvoll verknüpft. […] Daneben schafft er aber auch Figuren, die so verführen und berühren und eine so bedrängende Spannung, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen will. Die tausend Herbste des Jacob de Zoet ist Unterhaltung ­- und  Literatur – auf höchstem Niveau. Und eines der größten Lesevergnügen, das sich diesen Herbst auf dem Buchmarkt finden lässt.» Nürnberger Zeitung

«Dank seinem raffinierten Plot ist es ein rasand spannender Abenteuerroman;  wenn David Mitchell aber beschreibt, wie der Mikrokosmos Dejima funktioniert oder wie menschlicher Schwächen wegen auch die raffiniertesten Pläne fehlschlagen, dann erinnert er durchaus an den James Joyce des UlyssesTages-Anzeiger Zürich 

«Natürlich ist Die tausend Herbste des Jacob de Zoet  ein Ideenroman; er handelt von Furchtbarkeit und Faszination der Religion, er behandelt Glanz und Elend einer sich all für allemal zur Kugel rundenden Welt und das Glück und Unglück derer, die sich mit dieser Kugel drehen und wenden müssen. Viel mehr noch aber ist dieser Roman das Kunststück seiner Selbst: er ist originell, anschaulich, spektakulär und manchmal magisch – Der Name der Rose dreißig Jahre später vielleicht oder Mitchells nächste 100-Millionen-Dollar-Fantasie oder: ein Schmöcker für das komplizierte 21. Jahrhundert.» Die Welt

«Wie Mitchell hier die medizinischen Details beschreibt, wie er die Aussichtslosigkeit der Situation inszeniert und zugleich die Figuren dagegen ankämpfen lässt, sorgt dafür, dass man wie unter Hochdruck in den Roman hineingezogen wird. […] Die tausend Herbste des Jacob de Zoet ist reich an solchen spannungsgeladenen, außerordentlichen Begebenheiten, an derben und an feinen Pointen herrscht kein Mangel, die Figuren erzählen sich Dschungelpossen und grausige Märchen wie das vom singenden Schädel, in dem ein Mordopfer sich postum an seinem Mörder rächt.[…] In seiner Pracht steht Mitchells Roman den Exponaten im Amsterdamer Rijksmuseum in nichts nach. Indem der Autor alle Tricks und Kniffe des Erzählens beherrscht, lässt er den Leser durch die gut 700 Seiten hindurchgleiten wie ein Handelsschiff, das von günstigen Winden über die Weltmeere getrieben wird.» die tageszeitung

«Und noch auf ganz andere Weise rückt der begnadete Erzähler Sprache in den Vordergrund: in den poetischen Beschreibungen, die sich durch Dialoge, Handlungen und Gedanken winden und diese dauernd unterbrechen. Viele dieser Einschübe erinnern in ihrer Verknapptheit an Haikus: «Dampf steigt aus einer Wasserschüssel; das Rasiermesser blitzt im Sonnenlicht.» Als Gegenstück dazu gibt es lange, dichte Listen genauster Beobachtungen: «Möwen und Krähen zanken sich auf dem First des Gartenhauses. Im Garten sind die cremeweissen Rosen und roten Lilien schon am Verblühen. An der Landpforte wird Brot angeliefert. Auf wunderbare Weise gelingt es Mitchell so, uns das verschlossene Japan zu «übersetzen» und es gleichzeitig auf Distanz zu halten, indem er den Erzähler beschreibend von aussen auf die Dinge schauen lässt. Dadurch versetzt er uns in Jacobs Situation auf Dejima: Ganz nah an Japan und doch nicht Teil davon; bis zum Taumel umgeben von dessen Gerüchen und Geräuschen und doch auf Distanz gehalten.» NZZ am Sonntag

Die Covergestaltung

Die Gestaltung des Covers ist eine ganz besondere Aufgabe, mit der wir spezielle Kreativagenturen, Illustratoren oder Kaligraphen beauftragen. Manchmal ist es ein schwieriger Prozess, manchmal ist die Entscheidung schnell gefällt.  Im Fall von David Mitchells neuem Roman «Die tausend Herbste des Jacob de Zoet» haben wir uns für eine Übernahme des britischen Covers entschieden. Die Illustration von Joe Wilson war einfach zu schön. Unsere Kreativagentur präsentierte viele sehr unterschiedliche Entwürfe, aber so schön diese auch waren, die Dynamik und Einzigartigkeit des Originals hat uns am meisten überzeugt. Die Umschlaggestaltung hebt sich deutlich von gängigen Covern historischer Romane ab. Wie bei der Entwicklung des Werbemotivs verzichten wir auch hier auf klassische japanische Motive und setzen stattdessen auf eine dichte Illustration, die die Enge auf Dejima widerspiegelt und der literarischen Wertigkeit des Buches gerecht wird.

Der Buchtrailer

Es war ein langer Prozess, den Buchtrailer für «Die tausend Herbste des Jacob de Zoet» fertigzustellen. Am Ende des Tages hatten wir so viele schöne Szenen im Kasten, dass es uns schwer fiel, die erste Fassung auf eine Länge von zwei Minuten zu kürzen. Irgendwie haben wir es am Ende doch noch hinbekommen und gnadenlos geschnitten. Die Kurzfassung geht nächste Woche online. Die lange Version möchten wir Ihnen aber nicht vorenthalten: